Juristenball feiert im Bonner Gericht ein glanzvolles Comeback

Einstimmiges Urteil nach einer Nacht voller Magie

Von Rita Klein

Bonn. Die Veranstalter hatten viel versprochen: Zu einer "wunderbaren Nacht im Landgerichtsgebäude" hatten Anwälte, Richter, Staatsanwälte und Notare eingeladen und versprochen, den Beweis dafür zu erbringen, dass dort "ein fabelhafter Ball" zu feiern ist.


Wie durch Zauberei hatte sich die Eingangshalle des Landgerichts an diesem Samstagabend in Bühne und Tanzfläche verwandelt. Foto: Frommann

Am Samstag haben sie den Beweis erbracht: An dem Ort, an dem es sonst gemeinhin wenig Grund zu lachen und zu feiern gibt, erlebten an die 700 Gäste eine wunderbare Nacht und einen fabelhaften Ball. Wenn auch der Ort kaum der zu sein schien, den man noch vom Tag vorher kannte.

Festlich geschmückt mit Tausenden von Luftballons in Gold, Silber und Weiß und in stimmungsvolles Licht getaucht präsentierte sich der Saalbau, und selbst die einstigen Skeptiker gaben gerne zu: Es ist in der Tat ein wunderbarer Rahmen für den Ball.

Ein Ball, den viele nach dem letzten Jahr schon totgesagt hatten, und der nun ein so glanzvolles Comeback feierte. Und dazu trugen nicht nur gutgelaunte Gäste, die Richter Manfred Wucherpfennig im Namen der Veranstalter herzlich begrüßte, ihren Teil zu bei.

Die Band "Night Flight" traf mit ihrer Musik den richtigen Ton, lockte die Gäste immer wieder auf die Tanzfläche - und strafte all jene Lügen, die im Vorfeld des Balls geunkt hatten, es werde doch nicht mehr so viel getanzt. Was wirklich magische Momente auf dem Parkett sein können, zeigte das Tanzduo Carsten Fenner und Sabrina Hundt mit der Show "magic meets dance" und erhielt dafür den gebührenden Applaus.

Das Urteil der Gäste - darunter natürlich Landgerichtspräsident Kurt Pillmann, Bonns Chefankläger Gunter Küsgen, Polizeipräsident Wolfgang Albers und Bonns früherer Oberbürgerbürgermeister und neuer Ehrenbürger Hans Daniels: Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst.

(17.01.2005)